Sonntag, 13. Januar 2008

Weihnachten in Kathmandu

Auch Isabelle ist nun wieder zuhause und feiert Weihnachten mit Familie und Freunden. Jenny und ich feiern Weihnachten mit Semduk und seiner neunjaehrigen Tochter Nyima Gyalmo. Um fuer Nyima ein richtiges Weihnachtsfest zu veranstalten haben wir sogar einen kleinen Weihnachtsbaum besorgen koennen. Wir verbringen den Nachmittag damit, den Baum und das ganze Wohnzimmer (eigentlich die Terasse) zu schmuecken. Zum Apero gibt’s Erdnuesse, Mandarinen und viel Schokolade, zum Abendessen ein Chickencurry mit Reis und eine Flasche italienischen Rotwein. Und dann natuerlich ganz viele Geschenke fuer alle. Alles in allem ein sehr gemuetliches Weihnachtsfest.

Biketour nach Kakani

Irgendwo zwischen Gorkha und Kathmandu muss ich mir ein heftiges Bakterium aufgelesen haben. Mein Hals ist so geschwollen, dass man es sogar von aussen sehen kann, ich habe 39 Grad Fieber und auch mein Bauch macht zusaetzlich Probleme. Also ab zum Arzt, der pumpt mich mit Medikamenten voll und nach ein paar Tagen geht’s mir wieder besser. Stefan ist bereits wieder gut in der Schweiz angekommen, der Aermste hatte ja nur zwei Wochen Ferien. Isabelle darf noch eine Woche laenger bleiben. Damit wir in dieser Woche nicht nur in Kathmandu rumhaengen – obwohl Shopping viel Spass macht hier – machen wir einen Ausflug nach Bakhtapur, ebenfalls eine alte Koenigsstadt, 20 min von Kathmandu weg. Und danach mieten wir fuer einen Tag Mountain Bikes und muehen uns den Berg hoch nach Kakani (2000 m.¸.M.). Es tut gut, dem Smog von Kathmandu mal wieder fuer einen Tag zu entfliehen. Von Kakani hat man auf der einen Seite einen schoenen Ausblick auf das Kathmandu Tal, mit der dicken Abgasnebelwolke darueber, und auf der anderen Seite sieht man die Himalaya Gipfel vom Annapurna bis zum Everest Gebiet. Auch die Fahrt wieder runter nach Kathmandu lohnt sich (fuer Timo -> ADT).

Der Ausflug nach Gorkha

In Kathmandu d¸rfen wir in der Wohnung des Tapriza Vereins wohnen, ein Schulprojekt in Dolpo (Westnepal), fuer welches Jenny in der Schweiz arbeitet. Zurzeit sind die zehn Schueler und Schuelerinnen der 9. Klasse in Kathmandu, um sich auf den ‹bertritt in die zehnte Klasse vorzubereiten. Die Schule in Dolpo bleibt im Winter geschlossen, da es dort viel zu kalt ist. Zusammen mit dem Schulleiter Semduk Lama, zwei weiteren Lehrern und den Sch¸lern planen wir einen Ausflug zur einzigen Luftseilbahn in Nepal und zur alten Kˆnigsstadt Gorkha. Mit einem Minibus geht’s los von Kathmandu in Richtung Manakamana, wo die Seilbahn steht. Auf der Bergstation ist ein wichtiger Hindutempel, weshalb wir auch ca. 2 Stunden anstehen muessen, um hochzufahren. Die Leute in der Warteschlange bringen teils auch Huehner und Ziegen mit, die sie dann oben beim Tempel opfern wollen. Fuer uns ist die Gondelfahrt nichts wahnsinnig besonderes, die ganze Anlage ist uebrigens „Made in Switzerland“. Aber die Schueler aus Dolpo sehen so was zum ersten Mal. Die Jungs stuerzen sich kopfueber ins Gondelfahrvergn¸gen, waehrend die Maedchen doch eher veraengstigt sind, und der ganzen Sache nicht so richtig trauen. Oben angekommen, bestaunen wir die Aussicht auf die Berge. Der Tempel ist fuer uns weniger interessant, da die Schueler der Boen Religion angehoeren, also keine Hindus sind.Nach dem Mittagessen geht’s wieder runter mit der Gondel und weiter nach Gorkha, wo wir am fruehen Abend ankommen. Am naechsten Morgen erklimmen wir den Huegel (ca. 1 Stunde steile Treppen hoch laufen) zum alten Koenigspalast. Ziemlich eindruecklich, wie der Palast ueber der Stadt thront. Wieder unten in Gorkha, wollen wir noch das Museum besuchen, welches aber wegen Umbau geschlossen ist. Also machen wir uns auf den Weg zurueck nach Kathmandu.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Helambu Trek



Tag 1 (Sundarijal nach Chisopani)
Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt der Superfruehaufsteher, wenn ich zwischen 8 und 9 aus den Federn komme, ist das ganz ok. Waehrend den folgenden Tagen hat sich dies aber schlagartig geaendert. Schon am ersten Tag steht uns eine Taxifahrt von ca. 1 Stunde nach Sundarijal bevor, der Ausgangspunkt unserer Wandertage. Um 5.30h gehts los, damit wir nachher auch sicher noch genug Zeit fuer den ersten Aufstieg haben, sind ja immerhin rund 1100 Hoehenmeter nach Chisapani. Was wir allerdings nicht wussten war, dass es sooooo steil bergauf geht. Erschoepft und nassgeschwitzt kommen wir also in Chisapani an, und das erste, was mich dort einholt, ist eine ziemlich unangenehme Magenverstimmung, welche sich aber dann doch als harmlos herausstellte, ein bisschen Uebelkeit, ein paar Kraempfe und das wars dann auch schon. Da der Strom in den Bergregionen sehr knapp ist, gehen wir bald nach Einbruch der Dunkelheit (ca. 18.30) schlafen, und sind am naechsten Morgen dafuer wieder um 5.30 auf den Beinen. Soviel mal zum Thema Fruehaufsteher. Melde mich dann morgen frueh wieder mit den restlichen Helambu Tagen.

Tag 2 (Chisopani nach Kutumsang)
Um 21.00h ins Bett, und um 05.30h wieder raus, da hab ich mich bereits daran gewoehnt. Noch eine warme Dusche, Fruehstueck und dann los. Zum haben wir noch geduscht, denn wie sich spaeter herausstellte, war Chisopani (auf deutsch "kaltes Wasser") der letzte Ort auf unserer Trekkingroute, in welchem es dank Solarpanels noch heisses Wasser gab. Auf der Route gehts dann entweder steil bergauf, oder steil bergab, was anderes kommt in den nepalischen Hill-Regionen nicht in Frage. Als wir den hoechsten Huegel vor unserem Etappenziel erklommen haben, treffen wir auf einen Kuhhirten mit zwei Kuehen aus Kutumsang, der dann auch fleissig Werbung fuer die Lodge seiner Familie macht. Also uebernachten wir natuerlich dort, weil der Kuhhirte auch sehr symphatisch war. nach einem gemuetlichen Abendessen in der Kueche der Sherpafamilie legen wir wieder frueh ins Bett. Morgen erreichen wir den hoechsten Punkt unseres Treks: Tharepati auf 3570 Meter ueber dem Meeresspiegel. Ich freu mich drauf.

Tag 3 (Kutumsang nach Tharepati)
Heute ist nur eines angesagt: ugalo, ugalo, ugalo!!! Auf deutsch steil bergauf. Es sind immerhin etwa 1300 Hoehenmeter zu bewaeltigen. Also wieder frueh auf und los. Immer wenns bergauf geht, schaltet Jenny in den ersten Gang - das heisst langsam, aber konstantes Tempo. Mit dieser Eigenschaft hat sie den Spitznamen MFG (Miss First Gear) gewonnen, herzliche Gratulation! Da Stefan und Isabelle aber lieber im zweiten Gang bergauf rasen, haben sie den Berg schon einige Zeit vor uns erklommen. Als wir dann schliesslich auch auf der Spitze angekommen sind und die Huette von Tharepati in Sichtweite ist, stehen die beiden da mit einer Flasche Champagner und einem seeligen Grinsen im Gesicht. Mein erster Gedanke: Klarer Fall von Hoehenkrankheit! Es stellte sich aber dann heraus, dass mein lieber Bruder seiner lieben Freundin gerade einen Heiratsantrag gemacht hatte, welchen Sie freudig akzeptierte und nun muss natuerlich entsprechend gefeiert werden. Fuer diesen Zweck hat Stefan auch eine Flasche Champagner den ganzen Weg mit auf den Berg geschleppt. Nun stehen wir also am Hoehepunkt unseres Treks in Nepal und feiern mit franzoesischem Schaumwein ein Verlobungsfest. Die leere Flasche ist uebrigens als Denkmal auf der Passhoehe gut platziert worden und nun auf google earth zu sehen.
Gluecklich und ein wenig beschwipst schleppen wir uns nun zur Lodge von Tharepati, um uns mit heissem Rakshi den Rest zu geben.

Tag 4 (Tharepati nach Melamchi)
Eigentlich wuerden wir alle gerne noch ein paar Tage hier bleiben. Die Aussicht auf die Berge ist atemberaubend, die Ruhe und Einsamkeit der Landschaft tut der Seele echt gut. Wir beschliessen nach ausgiebigem Fruehstuck dann, die naechste Etappe in Angriff zu nehmen. Irgendwie gewoehnt man sich nach ein paar Tagen so ans laufen, dass man einfach weiterlaufen muss. Nach dem steilen Anstieg von gestern gehts nun wieder rund 1000 Meter runter, eine kleine Strecke also, aber nicht viel weniger anstrengend als bergauf. Nun bilde ich wegen leichten Knieschmerzen eher das Schlusslicht, waehrend MFG wie ein junges Reh den Berg runterhuepft!
In Melamchi angekommen, suchen wir uns eine Lodge, die offensichtlich nicht oft Gaeste hat. Das Ehepaar, welches dort wohnt, hat sich jedenfalls riesig ueber unseren Besuch gefreut, und haben uns gleich in ihre Kueche zum Tee eingeladen. Sie haben nur einen Sohn, der in Kathmandu studiert und muessen nun allein die harte Arbeit in den Bergen bewaeltigen. Da sind sie auf das Geld ihrer Gaeste angewiesen, um durch den Winter zu kommen.

Tag 5 (Melamchi nach Gangyul)
Von Melamchi gehts erstmal wieder steil bergauf (was sonst) nach Tharkegyang, wo wir ziemlich nassgeschwitzt zum Mittagessen ankommen. Nach einer ausgedehnten Lunchpause bewegen wir uns dann gemuetlich nach Gangyul weiter, wo ein heisser Kessel Wasser als Dusche auf uns wartet.

Tag 6 (Gangyul nach Kakani)
Von nun an gehts eigentlich nur noch bergab, was eigentlich sehr angenehm waere, wenns nicht so steil waer. Aber auf dieser Trekkingroute gibt es praktisch kein gemuetliches bergab oder bergauf. Kakani ist die letzte Station, bevor wir wieder im Kathmandu Valley ankommen. Man merkt, das die Zivilisation wieder naeher ist, es gibt Betonhaeuser und Strom in den Schlafraeumen. Nach ausgiebigem Bierkonsum schlafen wir gut und freuen uns auf die letzte Etappe.

Tag 7 (Kakani nach Melamchipul Bazaar)
Auch am letzten ag gehts nochmal steil runter, die Landschaft sieht teilweise sehr mediterran aus (Sandboden und Pinienwaelder), man hat das Gefuehl, man waere auf einem Huegel in Suedfrankreich. Schliesslich kommen wir am fruehen Nachmittag in Melamchpul an, und damit ist unser Trek fast zu Ende. Es fehlt nur noch eine 5 stuendige holprige Busfahrt zurueck nach Kathmandu. Eigentlich sind es nur etwa 70 km, aber geteerte Strassen sind in Nepal eher selten, Busse mit intakten Stossdaempfern uebrigens auch.

Montag, 3. Dezember 2007

Namaste

Nach einem langen aber doch gemuetlichen Flug sind wir am 1. Dezember in Kathmandu gelandet. Danach erstmal die ganzen Taxifahrer am Flughafen abwimmeln, bis wir uns dann doch fuer einen entschieden haben. Dieser einer hatte jedoch ein sehr kleines Auto, bestand aber darauf, uns mitzyunehmen, trotz 4 Personen mit 4 Rucksaecken. Resultat: 1 platter Reifen noch auf dem Flughafengelaende. Also Gepaeck wieder raus und rein ins naechste Taxi, dessen Fahrer aber keine Ahnung hatte, wo wir eigentlich hin wollten.

Schlussendlich haben wir die Wohnung doch gefunden. Sehr gemuetlich dort. Nach nun 2 Tagen Sightseeing und Shoppping in KTM wagen wir uns morgen auf den Helambu Trek, ich freu mich schon sehr....

Freitag, 30. November 2007

juhuu, morgen gehts endlich los! habe zwar noch nix gepackt, aber morgen ist noch zeit dafür. fliege ja erst abends los. mit Qatar Airways (die beste airline überhaupt) nach doha und dann nach kalthmandu. freu mich riesig und bin schon ein ganz wenig nervös. der nächste post kommt dann aus kathmandu. wünsche schonmal allen einen schönen Winter in den Alpen, ich habs ja sonnig und warm im Himalaya ;-)

Mittwoch, 14. November 2007

The visa for india has finally arrived. Now it is only a few days until my flight to kathmandu.
Posted by Picasa

Dienstag, 30. Oktober 2007

Ab nach Asien


Juhuu, Flugticket ist da, Nepal-Visum auch. Fehlt nur noch Indien und dann kanns losgehen...